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Das Buchinger Fasten

April 19th, 2009 · No Comments

Das Problem des Übergewichts ist heute besonders stark zu sehen. Doch immer mehr Menschen sind bereit, gegen ihre Pfunde zu kämpfen und entscheiden sich dabei nicht einfach für Diäten, die oftmals nur den kurzfristigen Erfolg bringen, sondern unternehmen eine Fastenkur. Diese dient besonders häufig als Einstieg für eine vollständige Umstellung des gesamten Lebenswandels. Dabei ist die am häufigsten angewandte Methode das Buchinger Fasten. Diese Kur wurde nach ihrem Erfinder, dem Internisten Otto Buchinger, benannt.

Ursprünglich war er als Arzt beim Militär im Ersten Weltkrieg vertreten. Später wurde er jedoch aufgrund der hier gesammelten Erfahrungen zum Pazifisten. Er ließ sich als Arzt nieder und erkrankte an einer Mandelentzündung. Diese heilte er nicht richtig aus, weshalb er Gelenkrheuma bekam. Zu Besuch bei einem befreundeten Arzt stellte er fest, dass die Schulmedizin seine Beschwerden nicht lindern konnte und begann seine erste Fastenkur.

Diese fühlte sich so gut an und half ihm sehr stark, dass er das Fasten weiter ausbaute. Dabei erkannte er, dass das eigentliche Fasten, bei dem man Null Kalorien zu sich nehmen durfte, sondern sich lediglich mit Mineralwasser und Tee ernährte, bei vielen Menschen zu Problemen führte. Deshalb fügte er bei seinem Buchinger Fasten auch Gemüsebrühen und Säfte mit ein. Dadurch wurde das Fasten deutlich leichter und brachte ebenfalls einen großen Erfolg. Heute ist das Buchinger Fasten die häufigste Form, in der man fastet.

Angeboten wird diese Variante in der Regel von speziellen Kureinrichtungen. Dabei sind stets Ärzte vor Ort, die die Gesundheit der Fastenden unter Kontrolle behalten. So kann auch beim Buchinger Fasten nichts schief gehen. Die Kureinrichtungen bereiten die Mahlzeiten so zu, wie Buchinger es vorgesehen hat und die Patienten werden dadurch entschlackt. Diese Entschlackung, ein Begriff, der ebenfalls von Buchinger begründet wurde und noch heute verwendet wird, dient dem besseren Wohlbefinden der Patienten.

Das Buchinger Fasten beginnt dabei immer mit einem Tag der Einführung, in der der Darm entleert und gereinigt werden muss. Hierfür stehen spezielle Einläufe zur Verfügung. Erst danach beginnt das eigentliche Buchinger Fasten, das helfen soll, den Körper von Giftstoffen zu befreien und ihn zu entschlacken. Das Ergebnis ist weniger der Gewichtsverlust an sich, sondern vielmehr die Verbesserung des eigenen Wohlbefindens. Dadurch wiederum wird es den Patienten möglich, zurück zu sich selbst zu finden. Beim Buchinger Fasten wird jedoch nicht nur auf das Essen in dem Sinne verzichtet, sondern genauso sollte man auf Stressfaktoren verzichten. Das Handy und der Laptop haben bei einer Fastenkur nichts verloren. Immer mehr Menschen, die beruflich sehr stark eingespannt sind, nutzen eine Kur oder einen Urlaub, den sie in einer speziellen Einrichtung fernab der Heimat verbringen. Dort fasten sie nicht nur, sondern ziehen sich komplett aus dem Alltag zurück, um endlich ein wenig Ruhe zu finden und entspannen zu können.

Oftmals wird beim Buchinger Fasten auch über das eigene Leben nachgedacht und man trifft weitreichende Entscheidungen, wenn man wieder zurück kehrt in den Alltag. So kann dies das berufliche Kürzertreten sein oder die Beendigung einer nicht mehr funktionierenden Beziehung. Auf jeden Fall kann man beim Buchinger Fasten nicht nur abnehmen, sondern auch ein Stück weit zurück zu sich selbst finden. Und genau das ist es, was das Fasten erreichen will. Seelische Entspannung und körperliche Entschlackung, um sich wieder rundum wohl fühlen zu können. Mittlerweile findet man deshalb auch spezielle Angebote in den Reisebüros, die das Buchinger Fasten in speziellen Einrichtungen ermöglichen. Zwar kann man dies grundsätzlich auch zu Hause durchführen, doch sollte man dann ebenfalls einen Arzt die Aufsicht führen lassen.